Leinegans

Leinegans
Die Leinegans ist eine Gänse-Rasse, die ursprünglich entlang des Flusses Leine gehalten und gezüchtet wurde - insbesondere in Niedersachsen. Sie alt lange Zeit als ausgestorben! In den 90er Jahren wurden jedoch sechs zuchtfähige Tiere entdeckt, mit denen die Rasse erneut gezüchtet werden konnte. Leinegänse sind weiß oder gescheckt und haben einen orangenen Schnabel sowie orangene Beine und Füße. Im Erlebnis-Zoo Hannover leben sie in der Themenwelt Meyers Hof. Hier sind sie auf der Weidewiese zusammen mit Rauhwolligen Pommerschen Landschafen zu entdecken!

Steckbrief

Größe
bis zu 75 cm Kopfhöhe
Gewicht
bis zu 8 kg
Nahrung
Gräser, Samen, Wurzelknollen …
Brutzeit
ca. 30 Tage

Weidegans

Die Leinegans ist eine Weidegans. Das bedeutet, sie kann auf Weiden leben, weit laufen und ihr Futter selbst suchen. Sie ist sehr robust und kommt mit schlechtem Wetter gut zurecht. Weidegänse kümmern sich auch intensiv um ihre Jungen. Sie sind also ideal für Landwirte und Landwirtinnen, die Gänse auf Weiden halten möchten.

An der Leine

Die Leinegans wurde besonders an den Ufern des Flusses Leine gehalten. Der Fluss fließt durch Norddeutschland, und die Weiden und Wiesen entlang des Flusses bieten der Gans genug Platz zum Grasen. Rund um den Fluss war es für die Bäuerinnen und Bauern wichtig, Gänse zu halten, die auf den Weiden leben konnten. So brauchte man weniger Futter und konnten die Gänse auf natürliche Weise großziehen.

Gänserassen

Die Stammform der meisten europäischen Hausgänse ist die Graugans (Anser anser), seltener auch die asiatische Schwanengans (Anser cygnoides). Es gibt über 100 verschiedene Gänserassen, die nach Merkmalen wie Größe, Lege- und Brutverhalten unterschieden werden. Die Leinegans legt in der Regel zwischen 20 und 40 Eier pro Jahr.

BEDROHTE LEINEGANS

Die Leinegans war fast ausgestorben. Im 20. Jahrhundert wurde sie immer seltener, weil sich die Landwirtschaft änderte. Viele Bauern hielten keine Gänse mehr, und so verschwand die Leinegans fast ganz. Erst 1993/94 fanden einige Leute noch ein paar Leinegänse und begannen, sie wieder zu züchten. Heute gibt es wieder mehr Leinegänse, aber sie sind immer noch selten.

GEFÄHRDUNGSSTATUS

Rote Liste der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V.):
Status der Leinegansextrem gefährdet
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